Artikel · Datteln & Ernährung
Medjool-Datteln in der Küche: Geschmack, Textur und Verwendung
Medjool-Datteln kannst du ganz füllen, in Stücke schneiden oder zu Paste verarbeiten. Wähle nach dem gewünschten Biss: Eine Frucht, die ihre Form hält, eignet sich zum Füllen; Stückchen setzen süsse Akzente im Salat; eine Paste lässt sich in Cremes und Saucen einrühren.
Tamarim Ratgeber · ca. 4 Min. Lesezeit
Zuerst kosten und die Textur prüfen
Medjool gehört zu den weichen Dattelsorten und hat dickes Fruchtfleisch mit süssem Geschmack, wie die Sortenbeschreibung der FAO festhält. Für die Verwendung in deiner Küche hilft eine kleine Probe mehr als die Sortenbezeichnung allein. Öffne eine Dattel längs, entferne den Stein und probiere ein Stück. Prüfe dabei auch, ob die Frucht beim Öffnen zusammenhält oder sich leicht zerdrücken lässt.
Achte auf die Süsse und darauf, ob dich das Aroma an Karamell erinnert. Überlege dann, welche Rolle die Dattel im Gericht übernehmen soll. Für einen süssen Bissen kannst du sie mit einer Nuss füllen. In einem herzhaften Salat probierst du sie mit etwas Zitronensaft im Dressing. Beginne mit wenig Dattel und koste zusammen mit den übrigen Zutaten: So entscheidest du, wie deutlich die Süsse hervortreten soll. Weitere Anregungen bieten die Kombinationen mit Nüssen, Käse, Kakao und Tahini.
Ganz bleibt die Dattel im Mittelpunkt
Für gefüllte Datteln wählst du Früchte, die beim Öffnen ihre Form behalten. Schneide sie längs auf einer Seite auf und nimm den Stein heraus; die andere Seite bleibt verbunden. Diese Technik zeigt die Anleitung zum Entsteinen und Füllen von Natural Delights. Die Öffnung dient als kleine Tasche für die Füllung.
Als einfachen Versuch kannst du ein Stück Baumnuss hineinlegen. Wenn du lieber eine cremige Füllung möchtest, probiere wenig Mandelmus. Lass Platz, damit du die Dattel leicht wieder zusammendrücken kannst. Für kleinere Apéro-Häppchen halbiere die entsteinte Frucht und belege die Hälften offen. Bei dieser Form kannst du die Dattel und ihre Begleitung in einem Bissen probieren; für einen feinen Dip wäre dagegen eine zerkleinerte Masse passender.
Streifen und Stückchen gezielt verteilen
Für einen Belag oder Salat schneidest du die entsteinte Dattel zunächst in Streifen und bei Bedarf quer in Stückchen. Nimm dafür eine Frucht, die sich beim Schneiden nicht gleich zerdrücken lässt. Längere Streifen kannst du auf einem Brot nebeneinanderlegen. Kleine Stückchen lassen sich zwischen Salatblättern oder in einer Getreidebeilage verteilen, sodass du die Dattel an mehreren Stellen im Gericht findest.
Wähle die Grösse nach dem gewünschten Bissen. Ein grobes Stück bleibt als eigene Zutat deutlich erkennbar; mit kleineren Stücken kannst du mehrere Gabeln mit etwas Dattel zusammenstellen. Falls die Schnittflächen zusammenkleben, löse die Stückchen direkt beim Untermischen mit einem Löffel auseinander. Eine Frucht, die dabei schon zerfällt, kannst du stattdessen für eine Paste vorsehen.
Eine Paste nach dem Verwendungszweck anrühren
Sehr weiche entsteinte Datteln kannst du mit einer Gabel zerdrücken. Für eine feinere Masse hackst du sie vor und pürierst sie in einem geeigneten Gerät mit etwas Wasser. Das Grundrezept für Dattelpaste von Natural Delights zeigt die Verarbeitung von gehackten Datteln und Wasser zu einer gröberen oder feineren Paste.
Lege vor der Wasserzugabe fest, wofür du die Masse brauchst. Für eine Füllung soll ein kleiner Klecks an seinem Platz bleiben. Für einen Aufstrich soll er sich mit dem Löffel verteilen lassen. Zum Einrühren in eine Sauce darf die Masse weicher sein. Gib Wasser schrittweise hinzu und prüfe jeweils eine kleine Portion. Ist sie schon zu dünn zum Füllen, verwende sie zum Einrühren. Details zur feinen oder stückigen Konsistenz von Datteln helfen dir beim weiteren Verarbeiten.
Ein Salat, zwei Möglichkeiten
Den Unterschied zwischen Stückchen und pürierter Dattel kannst du an einem kleinen Vergleich ausprobieren. Verteile Blattsalat, Gurke und Baumnüsse auf zwei Schalen. In die erste gibst du gehackte Dattel und ein Dressing mit Zitronensaft und Öl. Stelle eine Gabel mit einem Dattelstück und eine ohne zusammen und vergleiche den Geschmack.
Für die zweite Schale rühre etwas Dattelpaste in das Dressing. Als Beispiel für diese Verwendung dient die Zitrus-Dattel-Vinaigrette von Rezeptautorin Heidi Richter, bei der Medjool-Datteln mit den Dressingzutaten püriert werden. Koste auch hier zusammen mit dem Salat. So kannst du entscheiden, ob du einzelne süsse Stückchen möchtest oder die Dattel lieber im Dressing verteilst.