Artikel · Datteln & Ernährung
Die Textur von Datteln: Haut, Fruchtfleisch und feine Stückchen
Für erkennbare Stückchen schneidest du entsteinte Datteln in Streifen oder Würfel. Für eine Paste zerdrückst oder pürierst du sie und gibst Wasser nur nach Bedarf dazu. Feine Hautteilchen können dabei bleiben; mit einem Sieb kannst du gröbere Reste zurückhalten.
Tamarim Ratgeber · ca. 4 Min. Lesezeit
Dicke und Feinheit getrennt beurteilen
Eine weiche, gut streichbare Dattelmasse kann noch kleine Hautstücke enthalten. Umgekehrt kann eine fein zerkleinerte Paste ziemlich fest sein. Beurteile deshalb beides: Wie leicht lässt sich die Masse verteilen, und wie deutlich spürst du einzelne Stückchen? Die FAO beschreibt Feuchtigkeit und Mahlfeinheit als unterschiedliche Einflüsse auf Dattelpaste. Auch die Sorte spielt bei der Weichheit eine Rolle. Ein festes Verhältnis von Früchten und Wasser passt daher nicht zu jeder Ausgangsfrucht und jedem Verwendungszweck.
Das hilft dir beim nächsten Schritt: Ist die Paste fein genug, aber zu fest, ergänze vorsichtig Wasser. Stören dich einzelne Teilchen in einer bereits weichen Creme, prüfe weiteres Zerkleinern oder Passieren. Verdünne in diesem Fall nicht gleich die ganze Portion, nur um die Teilchen loszuwerden.
Streifen und Stückchen bewusst wählen
Schneide die Dattel längs auf und entferne den Stein. Lege die Hälften auf ein stabiles Brett und schneide sie mit einem scharfen Messer in Streifen. Für Würfel schneidest du anschliessend quer dazu. Die Haut kannst du dabei dranlassen. Probiere den Schnitt zunächst an einer Frucht, bevor du die ganze Portion vorbereitest.
Für einen sichtbaren Belag kannst du längliche Streifen wählen. Wenn du kleine Stückchen in einer Füllung möchtest, hackst du die Würfel noch etwas feiner. Entscheide nach dem gewünschten Biss, statt möglichst gleichmässige Würfel anzustreben. Falls die Stücke zusammenkleben, löse sie vor dem Untermischen auseinander. Entferne zwischendurch klebende Reste vom Messer, damit du kontrolliert weiterschneiden kannst.
Vom Fruchtfleisch zur Paste
Prüfe an einer entsteinten Dattel, wie leicht sich das Fruchtfleisch zerdrücken lässt. Für eine kleine Menge sehr weicher Früchte kannst du mit einer Gabel beginnen. Streiche eine Probe mit dem Löffel aus und entscheide, ob dir die verbleibenden Stückchen gefallen. Für eine gleichmässigere Masse hackst du die Früchte grob vor und verwendest ein geeignetes Zerkleinerungsgerät gemäss dessen Anleitung. Schalte es aus, bevor du Masse mit einem Spatel vom Rand löst.
Gib beim Pürieren nur bei Bedarf Wasser in kleinen Portionen hinzu. Prüfe dazwischen, statt eine bestimmte Flüssigkeitsmenge auf einmal einzugiessen. Notiere dir das Gewicht der entsteinten Datteln und die Wasserzugabe, wenn du einen Versuch später wiederholen möchtest. Zu feste, einwandfreie Früchte kannst du vorab in Wasser einweichen. Lasse sie anschliessend abtropfen und prüfe erneut, ob sie sich leicht zerdrücken lassen. Die einzelnen Schritte findest du im Beitrag zum Weichmachen einwandfreier Datteln.
Hautteilchen entfernen, wenn sie dich stören
Kleine Hautteilchen können auch nach dem Pürieren sichtbar bleiben. Für eine rustikale Füllung oder einen groben Aufstrich kannst du sie drinlassen. Wenn du eine feinere Creme möchtest, streiche zunächst eine kleine Probe durch ein feines Sieb. Verteile etwas davon dünn auf einem Teller und vergleiche sie mit der unpassierten Masse: Ist der Unterschied für deine Zubereitung überhaupt wichtig?
Die Rezeptautorin von Crowded Kitchen beschreibt Schälen, Zerdrücken und Passieren für ihre Dattelcreme. Sie arbeitet dabei mit zuvor eingeweichten, geschälten Medjool-Datteln. Für deine eigene Paste ist das ein möglicher Weg zu einer feineren Textur. Was im Sieb zurückbleibt, fehlt anschliessend in der Creme; plane deshalb etwas weniger fertige Masse ein. Passiere erst die ganze Portion, wenn dich die Probe überzeugt.
Aus derselben Paste zwei Konsistenzen machen
Ein kleiner Vergleich zeigt dir, welche Dicke du brauchst. Nimm von einer zunächst kompakten Paste zwei Proben ab. Verstreiche die erste auf einem Stück Brot. Lässt sie sich ohne starken Druck verteilen und bleibt auf dem Brot, kannst du diese Konsistenz als Ziel für deinen Aufstrich nehmen. Falls nötig, rühre wenig Wasser ein und prüfe erneut.
Die zweite Probe verdünnst du schrittweise etwas stärker und rührst sie in einen Löffel Naturejoghurt. Beurteile die Textur in dieser Mischung: Möchtest du kleine Dattelstückchen spüren oder eine möglichst gleichmässige Creme? So kannst du Dicke und Feinheit am tatsächlichen Verwendungszweck ausrichten, bevor du die restliche Paste veränderst.
Ist eine Probe zu dünn geworden, lasse die übrige Paste zunächst unverändert. Du kannst die dünnere Portion zum Einrühren verwenden und beim nächsten Versuch früher mit der Wasserzugabe aufhören. Für einen Teig richtest du die Konsistenz nach dem gewählten Rezept aus; dazu passt der Beitrag über Dattelpaste beim Backen und ihre Grenzen als Zuckerersatz.