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Artikel · Datteln & Ernährung

Die Süsse von Datteln: Geschmack in der Küche bewusst einsetzen

Kombiniere die Süsse von Datteln mit säuerlichen, herben oder salzigen Zutaten: etwa mit Naturejoghurt, Kakao, Tahini oder Käse. Wähle zuerst eine Begleitung und probiere die Mischung mit wenig Dattel. Über Menge und Schnittgrösse entscheidest du danach, ob du einzelne süsse Bissen oder eine gleichmässig gesüsste Creme möchtest.

Tamarim Ratgeber · ca. 4 Min. Lesezeit

Zuerst die Rolle der Dattel festlegen

In einer Joghurtcreme darf die Dattel den süssen Grundton geben. In einem herzhaften Salat möchtest du vielleicht nur ab und zu auf ein süsses Stückchen beissen. Lege diese Richtung fest, bevor du weitere Zutaten auswählst. Für den Salat beginnst du mit wenigen gehackten Stücken; für die Creme kannst du etwas Dattelpaste unterrühren und die Süsse der ganzen Mischung beurteilen.

Probiere auch die Grundlage ohne Datteln. Bei einem Käsebrot kannst du so entscheiden, ob dir der Käse schon kräftig genug schmeckt und du nur etwas Dattel ergänzen möchtest. Baue dir einen vollständigen Probebissen mit Brot, Käse und Dattel. Er ist für deine Entscheidung hilfreicher, als jede Zutat für sich zu kosten.

Säure in kleinen Schritten ergänzen

Wenn dir eine Dattel-Joghurt-Mischung zu süss schmeckt, kannst du wenige Tropfen Zitronensaft unter eine kleine Probe rühren. Vergleiche sie mit einem Löffel der ursprünglichen Mischung. Gefällt dir die säuerlichere Variante, ergänze den Rest entsprechend vorsichtig. Für eine Salatsauce ist auch Essig eine mögliche Geschmacksrichtung. Wähle für den ersten Versuch eine dieser Zutaten, damit du ihren Einfluss beurteilen kannst.

Dass Säure die wahrgenommene Süsse beeinflussen kann, zeigt eine Studie zum Zusammenspiel von Säure und Süsse: Eine Zuckerlösung mit Zitronensäure wurde als weniger süss bewertet als ohne. Untersucht wurden Lösungen. Eine feste Menge Zitronensaft für deine Dattelcreme lässt sich daraus nicht ableiten.

Herbes und Salziges bewusst dosieren

Für eine schokoladige Richtung rührst du etwas ungesüssten Kakao in Dattelpaste oder eine Joghurtcreme mit Datteln. Beginne mit einer kleinen Prise. Ist dir die Probe schon zu herb, versuche es mit weniger Kakao, bevor du immer mehr Dattel dazugibst. So kannst du bei der gewünschten Süsse bleiben und den Kakao zurückhaltender einsetzen.

Tahini kannst du als kleinen Klecks zu einer Dattelhälfte probieren. Für einen herzhaften Bissen wählst du stattdessen ein Stück Käse, den du gerne magst. Verändere zunächst das Verhältnis von Dattel und Begleitung: etwas mehr Käse für den einen Probebissen, etwas weniger für den nächsten. Gewürze kommen erst dazu, wenn dir diese Grundkombination gefällt. Weitere Anregungen findest du bei den Begleitern zu Datteln von Nüssen bis Käse.

Mit dem Schnitt die Süsse verteilen

Für einzelne süsse Akzente lässt du die entsteinten Datteln in grösseren Stücken, etwa zwischen Salatblättern oder auf einem Brot mit Frischkäse. Möchtest du in möglichst jedem Löffel etwas Dattel haben, hackst du sie fein, löst zusammenklebende Stückchen auseinander und rührst sie gründlich unter. Für eine Sauce oder Creme kannst du die Früchte zerdrücken oder pürieren.

Überlege bei einem zu süssen Bissen deshalb auch, ob dich ein grosses Stück stört oder die gesamte Mischung. Im ersten Fall kannst du beim nächsten Versuch feiner schneiden. Schmeckt dir die ganze Creme zu süss, beginne mit weniger Dattel. Das Schneiden und Pürieren von Datteln wird im Beitrag zur Textur genauer erklärt.

Eine Salatsauce als Beispiel

Wie Datteln in eine herzhafte Sauce passen, zeigt der Ebly-Salat mit Nektarinen von little FOOBY. Für das Dressing des Rezepts für vier Personen werden zwei entsteinte Datteln mit einem Esslöffel grobkörnigem Senf, je zwei Esslöffeln Zitronensaft und Olivenöl, einem halben Deziliter Wasser, einem Viertel Teelöffel Salz und wenig Pfeffer püriert. Die Mengen gehören zu diesem Rezept und sind kein allgemeines Verhältnis für jede Dattelsauce.

Wenn du eine eigene Variante entwickeln möchtest, probiere die Sauce zuerst mit einem Löffel des Salats. Achte darauf, ob du mehr Süsse möchtest oder ob Senf und Zitrone für dich zu stark hervortreten. Behalte etwas von der bisherigen Sauce separat und verändere nur eine kleine Probe. Gefällt sie dir, kannst du die Anpassung auf den Rest übertragen.

Schmeckt dir deine eigene Mischung zu süss, teste in einer kleinen Probe etwas mehr von der ungesüssten Grundlage. Beginne beim nächsten Ansatz mit weniger Dattel. Ist eine Sauce zugleich sehr süss und sehr sauer, setze bei der nächsten Portion beide Zutaten sparsamer ein, statt abwechselnd weiter nachzusüssen und nachzusäuern. Notiere dir die Mengen deiner gelungenen Variante und wozu du sie serviert hast. So hast du einen konkreten Ausgangspunkt für das nächste Mal.